Mokassins EBARRITO EBARRITO EBARRITO Mokassins Mokassins Mokassins Mokassins Mokassins EBARRITO EBARRITO EBARRITO Interview mit Dieter Medicus

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(/Im Rahmen einer Internet-Aktion der offiziellen Homepage www.esvk.de konnten Teilnehmer des Fanforums Fragen an den neuen Trainer des ESV Kaufbeuren stellen./) (!Hallo Herr Medicus, zuerst mal herzlichen Dank für Ihr Engagement für unseren ESVK. Mal angenommen es würde alles passen, könnten Sie sich eine Weiterführung der Trainerarbeit als Headcoach beim ESVK vorstellen?!) Darüber habe ich mir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließenden Gedanken ge-macht. Vorrangiges Ziel ist es das Team wieder auf die Erfolgsspur zurück zu bringen und den Klassenerhalt zu sichern. (!Wie kamen Sie zum Trainerjob beim ESVK?!) Ich habe mir gedacht, dass es zum jetzigen Zeitpunkt für Kaufbeuren schwierig ist, einen Trainer zu finden, der sich ohne lange Einarbeitungszeit mit den Verhältnissen in Kaufbeu-ren zurechtfindet und gleichzeitig für den Verein finanzierbar ist, die entsprechende Motivation und Qualifikation mitbringt und auch noch sofort verfügbar ist. Darauf hin habe ich dem sportlichen Leiter meine Hilfe angeboten. Es ist jetzt die Zeit zusammenzurücken und zu helfen – auch um dem Verein, dem ich vieles zu verdanken habe, etwas zurückzugeben. (!Wie verbinden Sie das ganze mit ihrem Beruf?!) Ich habe zum Glück eine sehr gut funktionierende Firma. Nach größeren Umbaumaßnahmen wollte ich eigentlich einen längeren Urlaub machen, den ich nun im Eisstadion verbringe. Meine Mitarbeiter führen die einzelnen Abteilungen meiner Firma: Ambulante Reha, Physiotherapie, Fitnessstudio, Ergotherapie und Präventionstherapie für diese Zeit selbstständig. Lediglich in meinem ganz persönlichen Betätigungsfeld, der Osteopathie, bitte ich meine Patienten wegen meiner reduzierten Präsenz im Gesundheitszentrum um ein bißchen Nachsicht. Das gibt mir die Möglichkeit mich voll und ganz auf den ESVK zu konzentrieren. (!Wollen Sie irgendwann noch den Trainerschein machen?!) Ich bin bereits seit Jahren in Besitz des Grundscheines denn ich war ja auch schon Co-Trainer in der DEL. Sollte ich weiterhin Spass, gleichzusetzen mit Erfolg, an der Arbeit finden, sieht meine derzeitige Sondergenehmigung so und so einen weiteren Trainerschein vor. (!Was sagen eigentlich unsere ausländischen Spieler zu den vergangenen Spielen? Sind sie mit ihren Leitungen selbst zufrieden?!) Selbstverständlich nicht, die Spieler sind mindestens genau so traurig und enttäuscht wie die Fans und hätten sich alle zusammen einen besseren Saisonverlauf gewünscht. Es ver-liert doch keiner freiwillig. (!Ist der Neuzugang Dominik Kubik wirklich so viel besser als die Kaufbeurer Juniorenspieler?!) Grundsätzlich hat der ESVK bisher schon, und plant auch weiterhin, mit eigenen Juniorenspielern ein Team auf zu bauen. Daher werden auch zukünftig Talente aus dem eigenen Nachwuchs in der Ersten Mannschaft spielen. In Dominik Kubik sehe ich das Potential in naher Zukunft eine Führungsrolle in der Bundesligamannschaft übernehmen zu können. Garantie hat man nie, aber der ESVK ist bekannt dafür, Talenten eine Chance zur Entwick-lung zu geben. Nebenbei haben wir nicht das Geld um nur fertig ausgebildete Spieler zu kaufen. Daher ist es fahrlässig, Chancen nicht wahr zu nehmen. (!Warum heben Spieler wie Jens Stramkowski so viel Vertrauensvorschuss gegenüber Junio-renspielern?!) Es gibt für keinen Spieler einen Vorschuss. Ich mache keinerlei Unterscheid zwischen Ausländern und Deutschen, Alt oder Jung, Viel oder Wenig-Verdienern. Derjenige der die bessere Leitung bringt spielt. (!Eine Saison ist lange und kraftraubend. Der ESVK hat gegenüber Mannschaften mit größe-rem Jahresetat oftmals technische Defizite. Wäre es nicht eine Möglichkeit, gegen solche Teams mit 4 Sturmreihen spielen zu lassen?!) Es ist eines meiner Ziele, möglichst mit vier ausgeglichenen Reihen zu spielen. Entsprechend der der taktischen Notwendigkeit setzen wir dies konsequent um. (!Es ist auffällig, das unsere Verteidiger zu wenig von der blauen Linie schießen. Werden Sie ihr Training darauf ausrichten?!) Die ganze Mannschaft hat bis dato insgesamt zu wenig Schüsse auf das Tor abgegeben. Das Training ist darauf ausgelegt, dieses Defizit grundsätzlich zu beheben. Allerdings haben manche Spieler in manchen Spielsituationen auch taktisch andere vorrangige Aufgaben. (!Werden auch die Juniorenspieler Walter und Melcher eine Chance erhalten, z.B. wenn wir klar im Rückstand liegen?!) Ich hoffe wir kommen nie in die Situation klar im Rückstand zu sein. Ein Spiel aufzugeben ist nicht meine Art. Unabhängig davon kann sich jeder Spieler durch Leistung empfehlen. Alle 22 Spieler auf dem Spielberichtsbogen haben in jedem Spiel eine Chance eingesetzt zu werden. (!Was halten Sie davon, einzelne Spieler an Oberligavereine abzugeben und stattdessen Junioren spielen zu lassen?!) Spielt ein Junior stärker als ein sogenannter „1. Mannschaftsspieler“ wird er selbstverständlich auch spielen. Wir haben ja eh schon viele eigene Nachwuchsspieler im Einsatz. (!Werden Sie sich die Option freihalten Förderlizenzspieler zu holen? Es könnte ja sein, dass sich z.B. ein Torwart noch verletzt.!) Ich bin persönlich kein Gegner von Förderlizenzspielern. In der Kürze der Zeit haben wir jedoch darüber noch nicht abschließend gesprochen, da derzeit noch andere Themen mit höherer Priorität vorhanden sind. Grundsätzlich haben wir aber einen guten eigenen Nachwuchs. (!Verzerrt die Vergabe von Förderlizenzen nicht die Tabelle bzw. verfälscht das Bild in den Play offs?!) Es gibt ja eine Regelung, nach der die Spieler zuvor eine bestimmte Anzahl von Spielen während der laufenden Saison bei dem entsprechenden Club bestritten haben müssen. Dies ist auch sinnvoll, um Verfälschungen in den Play Offs oder Play Downs vorzubeugen. (!Was halten Sie von einem hauptamtlichen Sportlichen Leiter bzw. Manager beim ESVK, der sich um die Verträge bzw. Belange der Spieler bzw. auch das Marketing und die Sponsoren kümmert?!) Das ist grundsätzlich zuerst ein Thema der Vorstandschaft, nicht des Trainers. Das vorrangige Thema wird aber die Frage der Finanzierung sein. Das beschriebene Tätigkeitsfeld würde sicherlich auch Platz für mehrere Personen bereithalten. Das ist mehr als ein 8 Stunden Job, der zurzeit beim ESVK auf mehreren Schultern verteilt ist. Je mehr Menschen Rund um den ESVK, egal ob Haupt- oder Ehrenamtlich, sich um das riesige Aufgabenfeld bemühen, desto Besser ist es für den Verein. (!Als Kaufbeurer ist man zu Recht schon immer Stolz auf den eigenen Nachwuchs. Es scheint jedoch berechtigt zu hinterfragen, was es dem Verein letztlich gebracht hat, viel Geld zu investieren. Kaum wären die eigenen Spieler für den Verein besonders wichtig, spielen Sie bei anderen BL Vereinen oder in der DEL, meist bei Clubs, die keine oder nur eine bescheidene Nachwuchsarbeit aufbauen. Es scheint, als würden manche Großstadt- GmbH´s die „Ausbildungs-Clubs“ wie Landshut und Kaufbeuren so lange mit ein paar Euro „Reindl-Pool“ abspeisen wollen, bis sie selbst im Hintergrund eine Nachwuchsarbeit aufgebaut haben. Sie haben sicherlich gute Kontakte zu anderen ehemaligen Spielern und jetzigen Funktionären. Vielleicht könnten Sie eine entsprechende Aufwandsentschädigung für Talentschmie-den wieder ins Gespräch bringen.!) Die Entwicklung im Sport, insbesondere für Vereine wie den ESVK, hat durch das Bossmann Urteil drastische Wendung genommen, die leider vertragliche Bindungen – und damit das Einfordern einer Ausbildungsentschädigung eines Nachwuchs-Spielers über einen längeren Zeitraum problematisch macht. Die Lösung für den Verein in der momentanen Situation kann nur lauten, noch stärker als bisher auf den Nachwuchs zu setzten und so viele Talente hervor zu bringen, dass nach dem Abgang von den Spielern, die die Chance haben auf DEL- oder internationalem Niveau zu spielen, für Kaufbeuren noch genügend gute Spieler zur Verfügung stehen. Bei einer sinnvollen (!) Kooperation haben dann die Spieler auch wieder die Möglichkeit zeitweise zurück zu kehren. Dies ist aber nur dann für uns sinnvoll, wenn eine „win-win“ Situation entsteht, also eine Lösung, von der die Spieler und beide Vereine profitieren und nicht nur einer der „Lieferant“ ist. Man muss mal sehen, was man da bewe-gen kann. (/Redaktioneller Hinweis: teilweise wurden Fragen mit gleichem oder ähnlichem Inhalt redaktionell zusammengefasst./)

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